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Martin saß auf einer
Bank rechts vom wichtigsten Baum des Parks und aß
eine Packung Kekse die er soeben erstanden hatte.
Bald mußte er feststellen, daß diese ungenießbar
waren denn er vergaß wieder einmal sie auszupacken.
In hohem Bogen fliegen sie schon in den nächsten
Mülleimer und - Volltreffer. Mit vortrefflicher
Professionalität versuchte er danach diesen Vorfall
zu vertuschen, aber es war zu spät.
Martin stand schon
seit tagen auf dem Eifelturm und versuchte seine
Fantaflasche zu öffnen. 65 Kästen hatte er bereits
verschlissen und noch kein Tropfen der leckeren,
gelben Flüssigkeit war seinen Rachen heruntergeeilt.
Er mußte zugeben daß seine Methode gewisse
Schwachstellen hatte, aber er gab nicht auf. In
hohem Bogen flog wieder eine Flasche dem Boden
entgegen und Martin machte sich auf den weg sie
einzuholen. Auf halbem Wege passierte dasselbe wie
schon zig Male vorher. Die Flasche ging zwar auf
aber gleichzeitig ging sie auch „im Arsch“ wie
Martin süffisant bemerkte. Als Jean -Paul Belmondo
vorbeikam fiel desweiteren die folgende Wortfolge
aus dessen Mund in Martins Ohr: "Martin,je'vous moi
BouteilleÖvner?" Das wiederum fand er zu recht so
unverschämt das er die restlichen 109 Kästen auf
ihren vorbestimmten Weg schickte nicht ohne ihnen
noch ein tres' angesäuertes "Aurevoir" mit auf die
Reise zu werfen.
Martin war schon acht
Mal verhaftet worden diese Woche. Der
Polizeiinspektor betrachtete ihn nicht ohne eine
gewisse gewaltige Angenervtheit. "Herr Martin,"
brüllte er, "wenn sie mir das bitte mal erklären
würden. Sum achten Mal muß isch sie aus einer tres
prekären Situassion 'eraus'olen. Sie `ocken auf
einem Auto und be`aupten dann sie suchten ihre
Schlüssel, sie machen bei Karstadt in die
Süßischkeitenabteilung und wollen uns weismachen
ihre Exkremente `ätten laut und deutlisch nach ihren
Freunden geschrien, danach stehen sie unter dem
Eifelturm und erklären uns die riesige gelbe Lache
davor stamme nischt von ihnen...""War sie auch
nicht!", warf Martin dazwischen,
"Ruhenatürlichement", stellte der Inspektor die
Dinge sofort wieder dahin wo sie vorher gewesen
waren. "Außerdem reicht der Rest ja auch um ihnen
mal folgende Frage zu stellen Herr Martin: Können
sie nischt mal auf Klo ge`en wie andre auch? "Martin
war erstaunt. "Bitte was?" sagte er, "Aber... aber
... das mach ich doch!!!",schrie er dann plötzlich
ganz unwillkürlich. Der Polizeiinspektor
verzweifelte. "Ich denke sie sind ein Fall für den
'auspsychiater. Und genau den `ole ich jetzt besser
mal", sprach er und verpieselte sich. Martin
erkannte die Situation sofort und reagierte genau so
schnell wie die sieben Mal zuvor: er ging.
Der
Zufall wollte es das alle drei Martins sich dann zur
gleichen Zeit auf die gleiche Bank im Park setzten
und über das Geschehene nachsinnten. Und da sie alle
doof aus der Wäsche schauten fragten sie sich
gegenseitig nach ihrem Leid. Und welch Glück und
Freud!!! Der Martin mit den Keksen hatte einen
Flaschenöffner und der mit dem Scheissproblem wußte
einen Trick wie man die Kekspackung aufkriegte und
Der mit der Fante(wußte wo die Toiletten waren. So
kam es daß sie dort saßen, Kekse aßen und Fanta
tranken und hinterher machten sie einen
stattlichen Haufen. Danach saßen sie natürlich um so
entspannter auf der Bank und als Rodja vorbeikam
hatte Martin ein süßes Lächeln im Gesicht. "Hey
Martin, bin ich zu spät, wartest du schon lange?,
keuchte Rodja reichlich außer Atem. "Nö vielleicht
zehn Minuten" kommt Martins Antwort." Ja dann komm
Martin, laß uns schnell beeilen, wir sind ja schon
etwas spät dran nu". Die beiden Freunde machten sich
auf den Weg. “Und übrigens, Martin, weißt du warum
ich jetzt erst komme, irgendso'n seltsamer Vogel hat
174 Fantakästen vom Eifelturm geworfen,
Riesenverkehrschaos hat das ausgelöst..." "Ach
was..."
ENDE.
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