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Jeden Morgen wenn Paul
aufwachte, saß ein kleines Eichhorn auf der
Fensterbank neben seinem Bett und schaute durchs
Fenster. Meist aß es dort nur ein paar Nüsse die es
täglich von Erwachsenen geschenkt bekam, aber
manchmal lief es auch zu Paul ins Zimmer und
versteckte sich hinter seinem Lieblingsbuch. Paul
und das Eichhorn hatten sich mit der Zeit
angefreundet und deshalb hatte er auch nichts
dagegen das es seine Literatur benutzte.
Heute Nacht hatte er
schlecht geschlafen. Als das Eichhorn seinen
Morgenmuffeligen Gesichtsausdruck bemerkte schute es
besorgt und sprach, „Hey, kleiner Mann. Hattest du
etwa einen schlechten Traum?“. „Hrm“, machte Paul
und blinzelte in die Sonne. „Na gut, wenn du
schlechte Laune hast, dann kann ich dir helfen.“ Und
das Eichhorn, welches Toni hieß, begann auf der
Fensterbank zu tanzen um Paul zum Lachen zu bringen.
Dabei zog es blöde Grimassen und machte Geräusche.
Aber das half wenig. Paul war immer noch mies
gelaunt. „Schwieriger Fall, hm?“ sagte da das
Eichhorn. Und es rief seine Freundin Dorothee, die
Amsel. Toni und Dorothee stürzten sich sofort auf
den kleinen Paul um ihn zu kitzeln. „Hey, Aufhören!“
rief Paul, aber er hatte keine Chance. Doro nahm
sich die Füße vor und Toni den Bauch und dann wurde
ausgewechselt, denn jede Kitzelmannschaft darf
mindestens einmal auswechseln. Für Toni das
Eichhörnchen kam mit der Nummer 12 Antonio, die
Feldmaus und für Dorothee die Amsel die Nummer 6,
Djalma Feitosa Diaz, ein berühmter Brasilianischer
Fussballspieler. Beide verdribbelten sich aber in
Höhe des Knies, und so ging auch dieses Spiel
veloren.
Da gab das
Eichhörnchen auf und sagte zum kleinen Paul, „so
Paul, ich weiß nicht mehr weiter, was soll ich denn
machen damit du wieder gute Laune hast?“. Paul
überlegte nicht lange, „Mach das ich nicht zur
Schule gehen muß bitte. Dann ginge es mir prima.“
Das konnte Toni natürlich nicht machen. Denn kleine
Menschen müssen ja zur Schule gehen, sonst ist der
Arsch ab. Das wußte das kleine Eichhörnchen und
hatte stattdessen eine tolle Idee. „Nun, machen wir
einen Kompromiss, wir gehen ab jetzt zusammen zur
Schule. Dann lerne ich auch was und dir ist nicht so
langweilig.“ Paul war erst etwas enttäuscht, aber
dann merkte er wie spitzenmäßig dieser Vorschlag war
und die beiden Freunde waren sich einig. Und so kam
es, das Eichhörnchen, die eigentlich zwar niedlich
aber ziemlich doof sind, heutzutage einen
beträchtlichen Intelligenzquotienten aufweisen
können, und Paul geht jetzt auch gerne zur Schule
und mit soviel Fantasie wie er hat wird er sicher
mal berühmt.
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