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J
wie Jagdmücke
Jeder kennt sie, die kleinen Insekten aus Plastik,
die, mit grossen Lautsprechern versehen, nachts um
unsere Ohren fliegen. Ausschliesslich zur Jagd auf
rotes Blut abgerichtet, rauben uns diese wirklich
schlimmen Tiere auch noch den allerletzten
verdienten Schlaf. Viele der kleinen Terroristen
haben einen Doktortitel oder sind Arzt im Praktikum.
An Menschen machen die Jagdmücken ihre bösartigen
Versuche, indem sie vor allem an den äusseren
Extremitäten Krankheiten ausprobieren und studieren.
Mücken mögen selber übrigens gar kein Blut, sie
transportieren es nur zu ihren technisch
hochentwickelten Forschungszentren, um es dort zu
konservieren. Manche von ihnen, meist die mit
höherem Doktortitel, begleiten die Versuchswesen bis
zu 25 Jahre lang. Obwohl viele Tiere die kleinen
Schreihälse am liebsten ausgerottet sähen, ist die
Mücke verantwortlich für viele medizinische
Entdeckungen der letzten 2 Millionen Jahre, unter
anderem auch für die Entdeckung und Verbreitung von
Arschanthrax. Besonders berühmte Mücken waren:
Mohamed abdul Sharif (20000 a.C.), Nostradamus (300
a.C. – 1243 p.C.), Sokrates (1966 – 1979), Peter
Hintze (1959-1998), Timothy McVeigh (1969-2001)
Franz-Josef Wagner (1789-?) und Schnappi, das kleine
Krokodil. |
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Wer nicht für uns ist,
ist gegen uns: die Mücke. |
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K
wie Kaffernhornrabe
In Afrika leben kann schön sein, muss aber nicht.
Nachdem ein Herr namens „Zivilisation“ den Kontinent
100 Jahre lang als Toilette benutzt hat, haben die
dort lebenden Menschen Schwierigkeiten die
angerichteten Schäden zu korrigieren. Zumal der
genannte Herr heutzutage nicht mehr im Grundstücks-
und Ethnologiewesen arbeitet sondern eine Bank hat.
Trotzdem: In Afrika leben kann schön sein, muss aber
nicht. Wenn man sich bemüht arm, unbelesen und
politsch sowie religiös extrem und irrational zu
sein, dann wird man im Allgemeinen jedoch in Frieden
gelassen und kann gemütlich vor dem virtuellen
Abendessen seinen Nachbarn und Schwager köpfen.
Tiere nehmen diese Situation mit einigem
Kopfschütteln hin. Nur der Kaffernhornrabe versucht,
und das ist ungewöhnlich in der Tierwelt, seinen
entfernten humanoiden Verwandten mit Rat und Tat zur
Seite zu stehen.
Der Kaffernhornrabe wird ziemlich gross, sein
Schnabel wird noch etwas grösser. Zusätzlich lungert
er gerne in Gruppen herum und pöbelt andere Tiere
der Steppen von der Seite an. Die Farbmarkierung
ihrer Gangs ist Rot und der Blaufußtölpel kann von
Glück reden das er nicht in Namibia wohnt, denn dort
würde er wohl von Kaffernhornraben-Homies
rücksichtslos per Drive-by erschossen. Daher sagt
man in Afrika auch: „Blaue Hosen sollst du meiden,
willst du gern am Leben bleiben“.
Und das ist der einzige Grund, warum Leute in Afrika
immer so komische Sachen anhaben, oder gar keine.
Das kann schön sein, muss aber nicht. |
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Steinhausen, Namibia:
keinen Arsch in der Hose aber La Paloma pfeifen.
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oder wie Kea
Keas sind was ihr Verhalten angeht eher
künstlerischer Natur. Keas sind meisterliche
Zeichner, Bildhauer und Maler. Praktisch sind sie
jedoch Vetreter eher konzeptueller Arbeiten, das
heißt sie schaffen komplizierte Installationen die
man nur schwer nachvollziehen und interpretieren
kann.
Im Gespräch ist der Kea nervös, leicht abgelenkt,
glänzt dabei aber mit seinem feinsinnigen Humor. Vor
allem für seine praktischen Witze ist er berühmt und
berüchtigt. Der Neuseeländer weiß im Besonderem um
diese Eigenschaft und gehört zugleich zu den
Menschen, die am fröhlichsten sterben. Zwischen dem
glücklichen Tod und dem Kea steht ein direkter
kausaler Zusammenhang.
Keawitze sind in Neuseeland inzwischen die häufigste
Todesursache. So fressen sie spaßeshalber die
Benzinleitungen von Autos an, sie klauen einsamen
Wanderern den Proviant, sie spucken alleinstehenden
Frauen in den Kaffee.
Der Mensch dem das passiert kann dann noch kurz über
den Witz lachen und dann aber auch schleunigst den
Löffel abgeben. |
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oder wie Kormoran
Der Kormoran, insbesondere der Galapagos-Kormoran,
ist das freundlichste und liebste Tier auf unserem
bescheidenen Planeten. Er ist hin- und hergerissen
zwischen zu Fuß gehen und
schwimmen, was ihn mitunter sichtlich verwirrt. Man
könnte meinen, der Kormoran hätte irgendwann, in
grauen Vorzeiten vielleicht, einfach vergessen, sich
zwischen Fischwerden und Vogelwerden zu entscheiden.
„Na gut, nehme ich von beidem ein bißchen“, mag er
sich damals gedacht haben.
Der schmale, glatte, schwarze Vogelfisch ist ein
großer Verführer. Er hat die Gabe, in den Augen der
Kormoranfrauen genau das zu entdecken, was sie sich
wünschen, wobei die Kormoranfrauen ihrerseits die
Fähigkeit haben, dringende Wünsche über ihren
Gesichtsausdruck sehr konkret mitzuteilen. Aus
verschiedenen logischen, aber völlig uninteressanten
Gründen bestehen diese Wünsche und Geschenke fast
immer aus trockenen Seegrasbüscheln, über die sich
das Weibchen unnatürlich stark freut. Der Mann
versucht, an dieser Stelle nicht zu irritiert zu
gucken und müht sich ein leichtes Lächeln ab. Danach
geben sich beide der körperlichen Liebe hin. Es ist
durchaus die Frage zu stellen, warum die Kormorane
nicht einfach gleich zur Sache kommen, also die
Sache mit den Geschenken bleiben lassen. Aber wenn
man vorsichtig nachfragt, bekommt man immer die
gleiche Antwort: Schweigen! Und so sollte es ja
schließlich auch sein. |
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Seegras im
Schaufenster: da tanzt die Kreditkarte des
Kormoranmannes. |
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L
wie Languste
Dieses Schalentier ist sehr bis ziemlich eitel und
außerordentlich modebewußt. Wenn es nicht rein
zufällig am Boden liegt und sich mit Sand wäscht wie
unsere Vorfahren oder wie wir einst im Krieg, dann
sitzt es beim Frisör, liest Boulevardblättchen und
läßt sich die Fühlerspitzen schneiden. Die Languste
wächst annähernd, aber auf alle Fälle über 2 Meter
lang, und ihre Fühler sind aus feuerfestem
Plexiglas. Wenn sie schon ganz alt ist und müde
wird, legt sie sich in ausgewählten Restaurants auf
große Porzellanteller und versucht, fünfe gerade
sein zu lassen. Möchte ein ungeduldiger Fischer sie
jedoch zu früh fangen, zieht sie einfach ihre
Kleider aus und macht sich aus dem Staub. Weil er
mit den modischen Schalentierbesätzen und Perücken
nichts anfangen kann, wird der hungrige
Restaurantgast dann sauer und verprügelt den dicken
Koch oft sehr deutlich und mit Nachdruck. Das macht
Fettflecken auf dem Teppich und ist auch sonst nicht
angenehm für alle Beteiligten. |
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Ja, tres bonjour
monsieur le baguette! |
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oder wie Lori
Loris gelten als die Insekten unter den Vögeln. Sie
schwärmen wie Mücken ohne zu stechen, sie fuchteln
wie Schmetterlinge ohne mal Raupen gewesen zu sein,
sie beißen wie Spinnen ohne es böse zu meinen.
Leider sind Loris alle Drogenabhängig und nicht mehr
zu retten. Sie sind alle süchtig nach einer
geheimnisvollen weissen Flüssigkeit, Zuckerwasser
genannt. Davon können sie nicht, niemals, genug
bekommen. Das hat eine gute Seite, nämlich die, das
Loris sehr leicht zu halten sind und angenehm
bestechlich sind. Alle Loris sind deine Freunde
solange du ihnen guten Stoff bereitstellst.
Das erklärt natürlich die Tatsache, das in Zoos
gerne mal ein Loristreichelgehege bereitsteht in dem
eben dieser „gute Stoff“ gereicht wird. Man kann
nicht sagen das dies zur besseren Rehabilitation der
kleinen Vögel beiträgt. Eigentlich versaut es ihre
Manieren erst recht. |
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oder wie Löwe
Nicht einfach zu handhaben, diese laut schreienden,
langhaarigen, schlanken und unter Wasser lebenden
Wesen. Versuche, sich eines zu fangen und zu zähmen,
enden zumeist mit ganz persönlichem Ertrinken. Dann
schaut man dumm und schmerzt. Meist sind die Löwen
mittelbraun gefärbt, rauchen sehr viel oder gar
nicht, fressen spanische Brieftauben und hocken zu
Hause oder in Bars. Sie leben fast völlig autark,
gucken immer schlecht gelaunt und sind dennoch fast
doppelt so lieb wie sie behaupten. Viele Löwen
sammeln auf den ersten Blick völlig überflüssige
Sachen wie alte Äste, vergammelte Bojen oder auch
mal einen Stein. Diesen Sammlungen unterliegt jedoch
ein geheimer tieferer Sinn, der mit der engen
Bindung der Löwen zu den Elementen und der Welt zu
tun hat. Leider ist es unmöglich, für diesen Sinn
eine Bestätigung oder ein Gespräch zu bekommen, weil
die aggressiven Tiere alles verneinen. Sie sagen
immer „Nein, aber...“ oder auch „Ja, aber...“ und
nur sie alleine wissen, worum es geht. Das Schlimme
ist, daß ich durchaus manchmal geneigt bin, dem
zustimmen. |
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Unerwünschte
Verwandtschaft: Der Löwe. |
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M
wie Miesmuschel
Dieses schlechtgelaunte Schalentier bewohnt riesige
Kolonien und hat wenig mit dem zu tun, was wir oft
in kleineren oder größeren Schalen „à la crème“ oder
„à la marinière“ verzehren. Miesmuscheln sind
nämlich für Lebewesen ihrer weichen Gattung recht
intelligent, zumindest klüger als der Mensch, und
entwickelten im Lauf der letzten Stunden einen
verdammt guten Trick, um uns zu täuschen.
Miesmuscheln sind entgegen allgemeiner und
besonderer Erwartung türkis/ pink gestreift, haben 5
Augen und eine große Ähnlichkeit mit der
Schauspielerin Angelina Jolie. Natürlich seid ihr
überrascht, ihr denkt jetzt, „Komisch, meine Muschel
im letzten Urlaub sah aber überhaupt nicht so aus
wie Frau Jolie“, aber das was ihr immer so eßt, in
der Bretagne oder auf Bergbauernhöfen, dies sind
beileibe niemals diese Tiere. Noch bevor sie
gefangen werden, verschwinden sie in der Regel durch
die Hintertür, springen in die Schlucht und nur um
uns zu ärgern und zu bestrafen, schmieren sie mit
ihrer grünen Spucke vorher alles kräftig voll: Das
Fensterbrett, das Gästebett und auch die
Frisierkommode. Na dann, selbst schuld! Ha Ha und
Guten Appetit denken sie dabei und lachen sich tot
während der Suche nach einem neuen Zuhause. |
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oder wie Manati
Die allgemeine Seekuh verdient sich einen viel
schöneren Namen wenn sie nach Florida umsiedelt.
Dort, im sonnigen Nazistaat der gewaltigsten
Hintern, nennt man sie zärtlich Manati, oder
übersetzt: „Tier das seinen riesen Arsch durchs
Wasser schiebt.“ Das Manati ist das langsamste
Lebewesen unseres Planeten. Es ist so langsam, das
es eine eigene temporale Dimension benötigt um auf
der Erde zu existieren. Nach unserer Zeitrechnung
kann es bis zu 10 Millionen Jahre alt werden. Wird
es zum Beispiel von einem Boot überfahren, was in
Florida ungefähr alle 2 Sekunden (Erdzeit) vorkommt,
reist das Manati schon aufgrund solch kleiner
Erschütterungen in der Zeit zurück. Im Lande der
dicken Nazis sind diese Dinge jedoch weitgehend
unbekannt. Die anderen Tiere der Umgebung nutzen
aber die Langsamkeit der Manatis und unternehmen
gerne mal den einen oder anderen Zeitsprung. Am
beliebtesten sind Temporale Dimensionsverschiebungs
Flitterwochen, bei denen man zur Rückkehr noch nicht
verheiratet ist und sich infolgedessen alles noch
mal überlegen kann. Wahrscheinlich ist deshalb die
Scheidungsrate bei Wasserbewohnern des Golf von
Mexiko so niedrig, und gleichzeitig alle miteinander
furchtbare Schlampen und Hurenböcke. Die Manatis
haben von diesen apokalyptischen Zuständen im
Zweifelsfall nicht den geringsten Schimmer und
schieben weiterhin und bestimmt noch weitere 10
Millionen Jahre ihr monströses Hinterteil durch die
totalitären Ever Glades. |
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Wer jetzt noch nicht
ausgewichen ist, wird verspätet ausgezählt. |
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N
wie Nasenbär
Ein unglaublich aufdringliches Tier, dieser
Nasenbär (nasua nasua). Wie schon unter
„Ameisenbär“ bemerkt, ist diese Bärvariante sehr
aggressiv, in den stillen Abendstunden geradezu
impertinent. Seinen Namen hat er nicht etwa wegen
der Größe oder gar Länge seines Riechkolbens, nein,
er hat ihn nur deshalb, weil er seine Nasenbärnase
überall und nirgends hineinsteckt. Seine Neugier ist
absolut unübertroffen, seine Schamgrenzen
inexistent. Die Nase des Bären ist sehr beweglich
und extrem wetterresistent. Ein Nasenbär hat bis zu
25 Frauen, mit denen er wilde Natursekt-Parties
feiert. Wegen seiner Exzesse ist dieses ansonsten
genügsame Wesen sehr unbeliebt. Selbst Eidechsen und
Breitmaulfrösche lassen sich von ihm nicht berühren,
und so hat vor allem der Nasenbär Südamerikas eine
große Vorliebe und einige in wissenschaftlichen
Kreisen hoch angesehene Expertisen über exotische
Früchte entwickelt. Beim nächsten Besuch in einer
örtlichen Kneipe sollte man mal auf das Schild am
Eingang achten, welches meist sagt „Out of
Nasenbären“ oder auch mal „Oben ohne Bedienung“.
Dann haben sie sich aber verlaufen. |
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Nasenbärsche Ekstase,
nachempfunden von einer freiwilligen Statistin. |
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oder wie Nachtigall
Ein sehr berühmtes und eingebildetes Vogeltier. Auf
den Bühnen dieser Welt zu Hause, ist der Applaus des
Publikums seine liebste Nahrung. Die Tourneen der
Nachtigall (Luscinia megarhynchos) beginnen meist
Ende April, danach kann sie sich vor Auftritten
nicht mehr retten, muß manchmal sogar nachts
auftreten. Die dünne, verbraucht ausschauende
Vogelart besteht nur aus Vogelfrauen. Über die Art
ihrer Fortpflanzung ist nichts bekannt. Wenn die
Vögellinnen nach Dienstschluss um Mitternacht im
fahlen Licht der Barbeleuchtung ihren Averna auf Eis
trinken und Zigaretten mit Spitze rauchen, kommt man
jedoch auf vage, revolutionäre Ideen. Es könnte
durchaus sein, daß Nachtigallen die Kunst der
Travestie erfunden haben. Oder war es die
Transvestie? Transversale, Transsylvanien oder
Transsibirien? Es steht in den Sternen. |
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Nach dem Singen ist
vor dem Singen: Die Nachtigall. |
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O
wie
Okapi
Das Okapi ist vor allem wegen seines Namens ein
beachtenswertes Tier. Zu seinen herausragenden
Eigenschaften gehört ein guter Sinn für Verstecke
und eine Zunge, mit der es Schach spielen kann. Beim
Schach neigt es dazu, seinem Gegner tief ins Gesicht
zu spucken, was seine Gewinnchancen erheblich
steigert. Auch der aktuelle Weltmeister dieser
ebenso langweiligen wie überflüssigen Sportart ist
ein Okapi.
Das Okapi ist eines der modernsten Tiere. Erst ein
Unfall zwischen einer Giraffe und einem verwirrten
Zebra in jüngster Zeit bewirkte seine Entstehung.
Nicht verwunderlich daher, daß sein Modegeschmack
etwas zu wünschen übrig läßt, wie man unschwer an
den komischen Hosen sehen kann. Im Zuge
schwierigster Restaurierungsarbeiten wurde der lange
Hals durch einen größeren Hintern ersetzt und die
restlichen Zebrastreifen durch eine Ampel. Das
scheue Tier hat auch und vor allem wegen der schon
erwähnten flinken Zunge viele gute Gründe, sich zu
verstecken. Jene möchte ich aber an dieser Stelle
verschweigen, weil es noch vor dreiundzwanzig Uhr
ist. |
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Ich habe doch gesagt
G8 gilt nicht! |
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P
wie Papageifisch
Jeden Tag kauft sich der Papageifisch ein neues
Kleid in Chasey`s Eidechsenboutique. Seinen Namen
verdankt er der außerordentlichen Eigenschaft,
Geräusche und Stimmen zu imitieren. Leider kann man
das unter Wasser nicht hören, was diese Fähigkeit
etwas idiotisch erscheinen lässt.
Ernstgemeinte Beschwerden darüber kann man ihm ruhig
häufig und mit Nachdruck mitteilen, denn im
Gegensatz zu seinem kleinen Bruder, dem äußerst
gefährlichen Drückerfisch, ist der Papageifisch
zurückhaltend und ängstlich. Man muß also keine
Angst haben, ordentlich Prügel zu beziehen, wie es
sich ehrenhalber gehören würde. Wenn man den
Papageifisch in Ruhe beleidigen möchte, besucht man
am besten den nächsten In-Friseur oder, noch besser,
gleich besagte Eidechsenboutique. Dort wird der
elegante Fisch mit der Vorliebe für
regenbogenfarbene Klamotten bestimmt herumsitzen und
ängstlich eine Frauenzeitschrift lesen. In der
Boutique könnt ihr euch absolut sicher fühlen, denn
die äußerst gefährlichen Drückerfische sind solch
arrogante Arschlöcher, daß sie niemals in derartige
Etablissements gehen würden... auch nicht um ihrem
großen Bruder aus der Patsche zu helfen. Ihr setzt
euch also einfach neben den albernen Papageifisch
und grinst ihn doof an. Währenddessen könntet ihr
zum Beispiel eine lustige Bemerkung über seinen
seltsamen Papageienschnabel machen. |
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Seltener Blick in den
Kleiderschrank des Papageifischs. |
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oder wie Paradiesvogel
Der Paradiesvogel sitzt ständig in Bäumen oder auf
dem Boden herum, hüpft auf und ab, krächzt dabei
heiser. Er selbst nennt diese albernen
Zurschaustellungen „Tanz“ und „Gesang“. Nicht
abzusprechen ist ihm jedoch sein je nach Lust und
Laune mehr oder weniger prachtvolles Federkleid.
Wissenschaftler verzweifeln an der Beantwortung der
Frage, warum dieser Vogel ausgerechnet das Paradies
im Namen trägt. Wie so oft hätten sie einfach mal
bei jemandem nachfragen sollen der sich damit
auskennt. Also, was soll man dazu noch sagen? Die
meisten Geheimnisse der Tierwelt sind, wenn man sich
auskennt, ungefähr so einfach zu lösen wie das
Bild-Kreuzworträtsel oder, für Fortgeschrittene, 2x4
von Adam Riese. Doofe Menschen! Nicht der kleinsten
Mühe oder gar Rettung wert, igitt, Pffftt! Doch ich
schweife vom Thema ab.
In der Tierwelt jedoch ist allgemein bekannt, daß
der Paradiesvogel seinen Namen durch seinen Beruf
bekommen hat. Er ist, kurz gesagt, der Postbote
zwischen Erde und Paradies. Ich hatte ja schon oft
erwähnt, das die meisten Tiere ihren Gott persönlich
kennen. Das erfordert schon mal den einen oder
anderen Brief, wenigstens ab und zu. Im Falle eines
Falles fliegt dann der Paradiesvogel mit guten und
noch besseren Nachrichten ins Paradies...und zurück.
Übrigens ist es ein Trugschluß der Menschen zu
glauben, sie selbst kämen in die Hölle ODER ins
Paradies. Dies ist ein Übersetzungsfehler. Der
Himmel für Tiere ist das Paradies, für die Menschen
gab es von Anfang an nur die Hölle. Einige wenige
haben eventuell im nächsten Leben die Chance, sich
als Tier zu rehabilitieren. Aber selbst dann
beginnen sie weit unter der Amöbe oder dem
Pantoffeltierchen oder der Schabrackenhyäne. |
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Q
wie Quastenflosser
Schon seit 12 Milliarden Jahrhunderten ausgestorben,
feierte der gemeine Quastenflosser kürzlich ein viel
beachtetes und heftig umjubeltes Comeback. Er ist
der weiseste unter den flossenhaltigen Tieren dieser
Erde. Vor 500.000 Jahren schon brachte er
verschiedenen Land- und Wasserwesen Lesen und
Schreiben bei, dem Delphin, dem Mörderwal und der
Smaragdeidechse. Der Quastenflosser gilt als einer
der Drahtzieher im internationalen
Fuertementerrorismus, welcher sich ausschließlich
gegen Ungeziefer richtet.
Er lebt und herrscht in der Tiefsee, damit ihn
niemand bei seinen Plänen stören kann. Dort
unterhalten viele Quastenflosser diverse Schulen und
Universitäten die auch von ausgewählten Landtieren
besucht werden. Die Aufnahmeprüfungen sind aber sehr
schwierig zu bestehen, viele minderbemittelte Wesen,
wie Pferde, Hunde, Amöben, Grippeviren und Menschen
haben sie noch nie bestanden. Auf Grund seines
evolutionären Vorsprungs hat der Quastenflosser
diverse kulturelle Errungenschaften inzwischen
nahtlos in seine Art integriert. Dazu zählen unter
anderem ein 16:9 Fernseher, ein Toaster, eine Boeing
767, diverse chemische Kampfmittel, eine atomare
Flugabwehrkanone und ein Cola- Automat.
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R
wie Rabe
Der schwärzeste unter den Vögeln und einer der
wenigen, der einen direkten Draht zu den Göttern der
Unterwelt hat. Das bedeutet, er hat einen
Telefonanschluß. Seine engsten Freunde neben Gott
sind verschieden Laubbäume und ein Delphin, sowie
eine Meerjungfrau. An den meisten Stellen dieses
Planeten läßt sich der Rabe allerdings von anderen
schwarzen Vögeln vertreten, von Dohlen, Krähen oder
Amseln.
Die in ihrer Jugend grünen Rabentiere werden später
richtiggehende Alchimisten und ziehen sich weit
zurück. Sie sind dann irgendwann Spezialisten im
Bereich Fluch, Elend, Not, Tod und Liebe. Raben sind
entgegen anderslautender Berichte sehr sorgsame und
liebende Eltern, sie trinken Kaffee mit viel Zucker
und Milch und gehen gerne baden wenn keiner
hinguckt.
Raben wohnen in elfenbeinturmartigen Behausungen und
leben monogam. Vorher lassen sie aber noch mal so
richtig die Puppen tanzen. Bevor sie also irgendwann
monogam leben, meine ich. Viele der anderen Tiere
glauben jedoch, daß der Rabe in dieser Frage eher
eine Schutzbehauptung aufstellt, die von der
Wahrheit viele Meilen entfernt ist. |
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S
wie Schwarze Schwänin
Die schwarze Schwänin Petra hat sich einen Namen
dadurch gemacht, das sie offensichtlich einem
großen, weißen Tretboot namens Melissa verfallen
ist, das wie ein Artgenosse aussieht. Die Wahrheit
schaut wie immer jedoch ganz anders aus.
Man kann sich natürlich schon fragen, warum
überhaupt irgendein Schwan auf die Idee kommt, sich
gerade auf dem dreckigsten See in der Stadt mit dem
schlechtesten Wetter der Welt niederzulassen. Warum?
Nur wegen eines weißen Plastikschwans? Ich komme ja
auch nicht auf die Idee mich in Hannover in ein
Hochhaus zu verlieben. Zumal in ein männliches.
Und hier, in der gleichgeschlechtlichen Natur dieser
Verbindung, liegt tatsächlich das Geheimnis
verborgen. Schwäne, vor allem schwarze Schwäne,
stehen diesem Thema sehr abweisend gegenüber. Würde
Melissa einfach mit Petra zurück nach Südafrika
fliegen, was sie problemlos tun könnte, wären die
beiden Hohn und Spott ausgesetzt, würden bespuckt
und gehänselt. Insofern ist es wiederum gut zu
verstehen, das sie sich an einem Ort vergnügen, an
dem niemand nur den Hauch einer Ahnung von irgendwas
hat. Selbst die peinlichen Versuche die Schwänin
Petra mit anderen Männern zu verkuppeln, weil man
die Natur des „Tretboots“ nicht erkennt, verhagelten
den beiden die Laune nicht.
So werden Melissa und Petra glücklich weiter im
Regen und Dreck schnäbeln, bis sich die
Schwanengesellschaft irgendwann der
gleichgeschlechtlichen Liebe öffnet. Oder auch
nicht. Gespannt bin ich auf den Nachwuchs, der, wie
ich kürzlich von Melissa persönlich erfuhr, schon
unterwegs sein soll und angeblich quiekt wenn man
draufdrückt. |
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"Herr Bauer, mein Kind
quietscht!" |
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S
wie Stachelrochen
Auch wenn dieser Vertreter der Rochenart sehr
stachelt, liegt man falsch in der Vermutung, er
stamme aus den kratzigeren Ländern Nordafrikas. Im
Gegenteil, sein religiöser Fanatismus hält sich
durchaus in überschaubaren Grenzen. Der
Stachelrochen verdiente sich seinen Namen eher durch
seine überragenden Fähigkeiten im Nageln.
Kunststück, mag man denken, stammt er doch
mindestens zu einem Viertel von diesen Metallgeräten
ab. Der Stachelrochen ist ein gewiefter
Bauunternehmer, der in Sachen Grundstückswesen keine
Skrupel kennt. Die vielerorts als Plage
verschrieenen Dornenkronenseesterne sind zum
Beispiel lediglich die Vorhut der
Stachelrochenbauunternehmer. Sind verschiedene Riffe
erst einmal von den korallenessenden Seesternen
vertilgt worden, zieht der Rochen innerhalb weniger
Wochen ein neues wunderschönes Riff hoch. Dessen
sind sich selbstverständlich alle Meeresbewohner
bewußt. Die Abneigung gegen die Seesterne hat einen
anderen Grund. Sie stinken nämlich und sind saudoof.
Nicht desto trotz oder überhaupt gelten sie jedoch
als billige Arbeiter. Für Bewerbungen schreiben sie
bitte an:
Stachelrochen Ltd.
Kennwort: Ozean
PO/ Box Welt |
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Zahlt keine Miete: Der
Stachelrochen. |
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T
wie Tintenfisch
Der Tintenfisch oder Calamaris ist das
schmackhafteste Meerestier. Viele Hai- und
Rochenarten sind völlig verrückt nach ihm.
Allerdings liefert er den literarisch interessierten
Räubern der Meere auch geistige Nahrung, weshalb
dieses schmutzige Lebewesen die
Unterwassergemeinschaft spaltet. Soll man ihn nun
essen oder lesen? Natürlich ist die Beantwortung
dieser Frage für die zivilisierten Tiere unter
Wasser keine echte Schwierigkeit. Von der
Nahrungskette einmal abgesehen , läßt man den
Tintenfisch, was das Essen angeht, in Ruhe. Um zu
jagen, vergräbt sich der Tintenfisch gerne im Sand,
was seine Geschwindigkeit erheblich drosselt. Daher
besteht sein Speiseplan lediglich aus den
langsamsten Tieren dieser Welt, unter anderen aus
Weinbergschnecken, Pudeln, Igeln und sehr alten
Nemos.
Im Liebesleben ist der Sepia Sepia Sepia ein
offensiver und peinlicher Oralsex- Fetischist. Diese
Neigung lebt er vorrangig in der wenig
interessierten Öffentlichkeit aus. |
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Vielleicht wäre lesen
doch besser gewesen.
Mir ist schlecht. |
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oder Tapir
Der träge, jedoch äußerst scharfsinnige Tapir ist
das einzige zu Lande lebende Säugetier, welches ein
Abitur unter 1,4 hat. Dafür hat er auch lange geübt,
denn der Tapir ist immerhin schon ungefähr vierzig
Millionen Jahre alt. Die meisten leben heute im
südamerikanischen Exil, weil sie von den
ungehobelten europäischen Wildschweinen ständig
genervt wurden.
Der Tapir ist, wie so ziemlich alle intelligenten
Lebewesen, ein außerordentlich grantiger
Einzelgänger. Er wohnt gerne in der Nähe von Flüssen
oder Seen, das Schwimmen ist nämlich sein liebstes
Hobby. Außerdem ist es das einzige Fach, in dem er
keine glatte 1 im Abitur bekommen hat. Daher besteht
für ihn noch Übungsbedarf. Dieser Bedarf ist
übrigens für dieses ehrgeizige Tier so
außerordentlich dringend, daß es sogar eine eigene
Art für diese Sportart abgespalten hat, den
Tapirfisch. Ich, sowie beispielsweise der Beo oder
einige Delphine meinen, man kann es auch
übertreiben. |
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Stillleben mit
Tapirschwimmunterricht. |
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U
wie Ungeziefer
In der Tierwelt dieses Planeten verhält es sich
nicht anders als zum Beispiel bei den Einwohnern des
Orionnebels oder der Bevölkerung des Jupitermondes
Europa: Es gibt die Guten und die Bösen. Unter die
Bösen fällt auf der Erde streng genommen nur ein
einziges Tier, der Mensch. Kein Ungeziefertier hat
im Universum je so viel Schaden angerichtet wie
dieses glatte, unflexible Wesen. Viele der anderen
Tiere versuchen seit Jahrhunderten, die Menschen zu
dezimieren, aber der erhoffte Erfolg blieb bislang
aus. So änderte man vor ungefähr zehn Jahren die
Strategie. Einige wenige Tiere lenken mit kleineren
Angriffen die gesamte Menschheit ab, während der
Rest schweigend die Revolution vorbereitet. Man
erwartet in 3-4 Jahren den Beginn der Verteilung von
Lebensberechtigungsscheinen durch Gott, zu dem die
Tier- und vor allem die Unterwasserwelt einen sehr
direkten Draht haben. Man munkelt, daß Er
untröstlich ist über seinen Fehler und daß Er auch
nicht weiß, wie dieser Ihm passieren konnte.
Wahrscheinlich hat eine außerirdische Verunreinigung
zur Ausbreitung des Menschen geführt. Jedenfalls
arbeiten Gott und die Tiere fieberhaft an einer
Lösung des Problems. |
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oder wie Ur
Wenigsten dieses steinalte Trampeltier weiß immer,
wie spät es ist. Daher hat es auch den
wohlverdienten Namen. Unsere heutigen Zeitmeßgeräte
sind jedenfalls nach diesem temporal äußerst
empfindsamen Wesen benannt und entwickelt worden.
Danach verschwand das Ur aus der Menschenwelt, gab
seine Aufgaben an den Auerochsen und noch später an
den Hornochsen weiter, welcher bis heute weit
verbreitet ist... in allen Lebenslagen.
Das alte Fossil jedoch, das hat eine ganz
persönliche Botschaft auf dieser Welt hinterlassen:
Es stempelte nämlich an vielerlei Handgelenken
seinen ureigenen Abdruck. Zu Uhrzeiten hatte das Ur
nicht nur mit Wisenten, sondern auch mit seiner
erheblichen Körpergröße zu kämpfen, es mag so um die
180 Meter hoch gewesen sein. Man vermutet darin auch
einen Grund für sein Auswandern auf einen Planeten
mit anderem, urfreundlicherem Maßstab. Verschiedene
Versuche teutonischer Quacksalber, mit dem alten
großen Vater des Rinderwahnsinns erneut Kontakt
aufzunehmen, scheiterten kläglich und peinlich am
Anfang des letzten albernen Jahrhunderts. |
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Das Ur hinterließ
einen bleibenden Eindruck: genauso ausgestorben: der
Witz. |
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V
wie Vielfraß
Nun, wenn ihr mal eine Diät nötig habt, das Vielfraß
wird euch sicher einige nennen können, die es besser
machen als es selbst. Vorausgesetzt, es hat gerade
mal den Mund frei. Das ist eher unwahrscheinlich,
denn dieses unappetitliche Tier frißt und kotzt den
ganzen Tag. Dazu furzt und rülpst es beinahe
ununterbrochen, was sich wiederum in einem
erbärmlichen Gestank beweist... hinten und vorne. Es
bleibt die Frage, wozu dieses seltsame Geschöpf
geschaffen wurde. Vielleicht sollte es den Menschen
als Vorbild dienen? Sie abschrecken? Ein gemeiner
Versuch, der dazu noch nie funktioniert hat.
Das Vielfraß ist des weiteren bekannt dafür, nach
großen, perversen Gelagen bis zu 2000km² große
Flächen vollkommen zuzuscheißen. Es braucht und will
keinen festen Wohnsitz, sondern legt sich einfach
immer dahin, wo es gerade ohnmächtig wird.
Interessant auch die Paarung: Das dreckige Männchen
sucht sich die größte Schlampe, die gerade zu haben
ist, packt sie am ungewaschenen Nacken und schlörrt
sie so lange mit sich herum, bis das Luder seine
Zurechnungsfähigkeit verliert. Danach wird so
unangenehm deutlich und nach allen Regeln der Kunst
gefickt, daß man Tränen in den Augen bekommen
könnte.... Die nach nur 2 Minuten zur Welt
gebrachten Jungvielfraße ernähren sich bis zu ihrem
frühzeitigen Ableben ausschließlich von Erbrochenem.
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Den Großteil seines
Lebens genießt das Vielfrass diesen Ausblick. |
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W
wie Walhai
Der allergrößte, gewaltigste Riesenfisch der Welt
ist der Walhai. Er wird bis zu achtzehn Kilometer
lang und wiegt bis zu zehntausend Tonnen. Jene
Angaben sind ohne Gewehr. Dieses Tier der Rekorde
ist das meistbenutzte Unterwassertransportsystem.
Täglich fahren einhunderttrilliarden Kleinst- und
Größtlebewesen mit ihm zur Arbeit, zur Schule oder
in die Korallenstadt. Der Walhai bietet dabei
größtmöglichen Komfort in einer Welt voller Hektik,
Schmutz und Lärm. Ihn kreuzende Schiffe werden
beispielsweise ganz problemlos versenkt, ohne daß
die Passagiere in ihrer Ruhe gestört werden. Viele
Walhaie haben Sitzplätze für bis zu zehntausend
Anemonenfische und Stehplätze für bis zu
dreihunderttausend Japaner, welche jedoch nicht
fotografieren dürfen. Die Preise für Eintrittskarten
liegen bei ungefähr 20 Euro bei normalen Ligaspielen
und bei bis zu 50 Euro und 23 Cent für
Europapokalbegegnungen. Beobier sowie Algenwein
werden während des Transfers in der „Arena auf
Walhai“ durch spezielle Pipeline-Systeme an die
Zapfsäulen der Fahrgäste zu mehr oder weniger
gefälligem Genuß geleitet. Allerdings streiten sich
Fachleute noch über Sinn, Zweck und Ursprung dieser
Idee.
In ihrer Freizeit sind Walhaie Walhaie, ganz lieb
und etwas kindisch. Sie schreiben zum Beispiel immer
noch persönliche Entschuldigungen, wenn sie mal aus
Versehen einen kleinen Fisch verschlucken. Um aber
auch im Schlaf die Chance zu haben, ein oder zwei
Schiffe zu sprengen, schläft der dickste Fisch der
Welt immer an der Wasseroberfläche. Dieser Einsatz
gilt in der bunten Meereswelt als vorbildlich und
sollte den Schnabeltieren als gutes Beispiel dienen. |
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Wenn man glaubt das
Meer sei leer,
kommt irgendwo ein Walhai her. |
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oder wie Waran
Warane gibt es in sehr kleiner Ausführung ( S, 20
Zentimeter) und in extrariesengroß ( XXL, 4,5
Meter). Alle Arten sind jedoch von ähnlicher
Brutalität. Einige von ihnen haben sich zu
Guerillagruppen zusammengefunden, welche an
ausgesuchten Stränden der Erde den Menschen
auflauern, um sie ohne großes Federlesen zu fressen.
Ihr solltet also besser hinten Augen haben, wenn ihr
das nächste Mal gemütlich mit eurer Liebsten einen
schönen Sonnenuntergang am Meer genießt. Sekunden
später könnte euer Arsch oder vielmehr ihr Kopf
schon ab sein.
Menschen befinden sich in allen Lebenslagen in
höchster Warangefahr. Man kann nicht oft genug vor
diesen Viechern waranen. Bis zu 31 Arten dieser
unterhaltsamen Tiere bevölkern dein mittelbares
Umfeld. Da ist zum Beispiel der Komodenwaran. Er
lebt in Schubladen und Schränken, wird bis zu 3
Meter lang und versteckt sich hinterlistig in deiner
Spitzenwäsche. Der Großkarawan dagegen wird bis zu
12 Meter lang und 4 Meter breit. Über seine
genaueren Lebensgewohnheiten ist jedoch nichts
bekannt. Amüsant sind auch die Baumwarane, welche
aber keine große Gefahr darstellen, da sie meist
ziemlich einen in der Krone haben. Zu den liebsten
Speisen des Warans zählen Neuseeländer und
Italiener, dazu schätzen sie durchaus auch mal eine
eisgekühlten Kasten Eidechsenbier. |
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X
wie X-Kreatur
Das einzige Tier auf der Welt, dessen Aufgabe es
ist, nicht zu existieren. Diese erfüllt es mit
Bravour und Auszeichnung. Die X-Kreatur hat es
niemals und wird es auch nie mehr geben. In einigen
geheimen Existenzverschlußzentren beschliessen diese
unsichtbaren Lebewesen ihre und unsere weiteren
Pläne zu diesem Thema. Jene Zentren liegen gut
verborgen in verschieden Seen und Gebirgen auf
dieser Welt. Zu den bekanntesten Verschlußtieren
gehört der Yeti, ein schottisches Seeungeheuer mit
Whiskygeschmack und Nessie, ein affiges Tier aus
Tibet. Gezielte Desinformation gehört zu den
Geschäftspraktiken der X-Tiere, nichts ist so wie es
scheint. Allerdings sollen sie schon in vielen
Machtzentren der Welt ihre Mittelsmänner
eingeschleust haben.
Zusätzlich ranken sich auch noch um die
Illuprimaten, die Freimaurersegler und die
Thermometerhühner zahlreiche Verschwörungstheorien.
Natürlich wird auch dieser Eintrag permanent
überprüft und redigiert. Mein Einfluß in diesen
Kreisen ist jedoch wahrlich nicht besonders groß. |
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Y
wie Yak
„Yak“ heißt soviel wie „Igitt“. Damit beschreibt man
es eigentlich schon ganz gut, denn unter den sowieso
schon ziemlich unbeliebten Landbewohnern ist das Yak
eines der haarigsten und unattraktivsten. Sein
gewaltigstes Minus sind die vielen langen Haare
überall. Dabei weiß doch jedes Kind und auch deine
Frau, wie eklig und abstossend Körperbehaarung an
den falschen Stellen sein kann. Auf Grund dieser
Tatsache zog sich das Yak in Kulturkreise zurück, in
denen man seine Dezimierung und Körperbehaarung
toleriert, ja sogar schätzt. Hauptsächlich lebt das
Yak heute in Ost-Afghanistan. Dort hat es den
längsten Bart und die größten Hörner, spricht die
meisten Fremdsprachen und hat am wenigsten Hunger.
Es hält nämlich Flechten und karges Gras für ein
wahres Gedicht, während einer seiner wenigen
Freunde, der Wasserbüffel, noch nicht einmal lesen
kann. |
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Ich kann mich nicht
waschen, mein Ausguss ist verstopft, sagte das Yak. |
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Z
wie Zitterrochen
Bei den Riffbewohnern ist der Zitterrochen sehr
beliebt. Er liefert den Strom für die
Championsleague-Übertragungen und die Leselampe.
Darüber hinaus erzeugt er auch noch allen anderen
Strom in Verbundschaltung mit dem fetten, aber
ebenfalls mächtig unter Strom stehenden Zitterwels.
Das weiß selbstverständlich jeder, nur der Mensch
ist weiterhin geneigt zu glauben, er würde Strom aus
Wind-, Wasser-, oder klotzigen Atomkraftwerken
gewinnen. Deshalb lachen wir jetzt alle mal herzlich
und dann weinen wir maßlos ob dieser grenzenlosen
Dummheit. Und nun eine Schweigeminute. (min.)
Weil er sich aufgrund seiner elektrischen Ladungen
überhaupt nicht um seine Umwelt bekümmern muß,
verzichtet der Zitterrochen auf überflüssige Sachen
wie zum Beispiel Form oder Augen. Er ist meist
einfach nur rund und schwimmt so lange, bis irgend
etwas „Aua!“ sagt oder er irgendwo aneckt, was sonst
runden Fischen verflucht schwer fällt. Sein
schlampiger Orientierungssinn führt dazu, daß er
manchmal stundenlang auf dem Meeresgrund herum
hüpft, ohne nützliche Dinge zu vollbringen. Wegen
seiner destruktiven Lebensweise wird der
Zitterrochen auch manchmal „Torpedo Torpedo“
genannt. Das trifft es schon ganz gut. |
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oder wie Zackenkrake
Viele der berühmtesten Künstler und Menschen dieser
Welt waren und sind Zackenkraken. Ihre strahlendste
Vertreterin ist allerdings die kleine Carlakrake.
Carla, die quadratische Krake, verordnet sich
selbstständig die schwierige Aufgabe, Hüterin aller
Zackenkronen der ganzen Unterwasserwelt zu sein.
Dieser Umstand wird nur von der Tatsache
geschmälert, daß die allgemeine Nachfrage nach
Zackenkronen eher gegen Null tendiert. Carla aber
fängt sofort an zu heulen, wenn mal eine fehlt.
Dafür kann sie aber mit ihren acht Armen prima
umarmen, kochen, schlafen und basteln. Sie ist eine
große Baumeisterin, verantwortlich für viele
Sandburgen und Kathedralen, doch auch ebenso eine
bewundernswerte Verwandlungskünstlerin. Man sah sie
schon als grazile Taucherin, feurige Tänzerin,
elegante Architektin und Thekenschlampe. Davon
abgesehen ist Carla allerdings eine traurige
Einzelgängerin, die auf der Suche nach innerer
Zufriedenheit, Liebe und ihrem verlorenen
Fahrradschlüssel einsam durch die Meere gleitet. |
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oder wie Zebra
Entgegen anderslautender Berichte hat das Zebra
nichts mit dem Zebrastreifen zu tun. Zebrastreifen
wohnen gebürtig in Afrika in der Steppe, haben aber
die Angewohnheit sich zum Schlafen auf Strassen
überall in der Welt zu legen. Ein hellwacher
Zebrastreifen der durch das UN-zivilisierte
Negerbuschland galoppiert, wird
jedoch von allerlei „Spezialisten“ und „Experten“
(RTL aktuell) immer wieder fälschlich und schlicht
als Zebra tituliert. Aber, wie erwähnt, beide sind
nicht miteinander verwandt, ja kennen sich nicht
mal. Die schier unglaubliche Anzahl von
Zebrastreifen in vielen Städten der Erde läßt auf
eine großangelegte Weltverschwörung schliessen.
Keine Organisation dieser Welt hat ein solch
flächendeckendes globales Netz zu bieten und ist
dermaßen bereit, jederzeit zuzuschlagen.
Insbesondere der Mensch sollte sich besser gut mit
den Zebrastreifen stellen. Kleine Aufmerksamkeiten,
zum Beispiel was zu knabbern, ein Glas Milch oder
mal ein Sträußchen Blumen, können den Zebrastreifen
vor der Tür durchaus milde stimmen und man muß dann
nicht unbedingt fürchten eines Tages von ihm auf dem
Weg zur Arbeit verprügelt oder gefressen zu werden.
Auszuschliessen ist das natürlich trotzdem nicht,
denn Zebrastreifen sind zwar hart und stehen über
dem Gesetz, aber gerecht. Wer sich nicht sicher ist
ob er seinen Lebensberechtigungsschein noch hat oder
nicht, sollte Zebrastreifen in jedem Fall besser
meiden. Was das Zebra mit all dem zu tun hat, und
wie es aussieht ist darüberhinaus nicht weiter
bekannt. |
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„Kein Kommentar“: Das
Zebra. |
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